Werbung nervt – Entertainment zieht

Neulich habe ich beim Wühlen in meiner Filmesammlung diese DVD gefunden: „Die besten HB-Spots.“ Ist es nicht erstaunlich? Leute waren tatsächlich mal bereit, für Werbespots Geld zu zahlen. Freiwillig! Aber das ist noch nicht alles: Um 1990 herum gab es die „Cannes-Rolle“ – eine Auswahl der lustigsten Werbespots, die alljährlich in Kinos gezeigt wurde. Noch einmal: Leute waren bereit, für Werbespots Geld zu zahlen. Crazy, oder? Heute meiden sie sie wie die Pest. Es lag nicht daran, dass Werbespots damals ein knappes Gut gewesen wären, sondern daran, dass sie unterhaltsam waren. Werbung machte Spaß.

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Ein gewisser Nostalgiefaktor ist natürlich eingepreist, dennoch sollten wir dahin wieder zurückkommen: Kommunikation sollte für die Menschen da sein, Werbung sollte Spaß machen. Anders geht es in Zeiten des information overflow auch gar nicht, denn der Kunde entscheidet, wo er klickt. Mit Marketing-Blabla vergraulen wir die Kunden nur. Also: Wo sind Ihre Inhalte, um Menschen zu begeistern?

Werbung nervt, Entertainment zieht. Verabschieden wir uns von amorphem Content, setzen wir auf attraktive Inhalte. Grad hängen sowieso alle im Stream und wo sind Sie? Fun Fact: Daran wird sich nach Corona nicht viel ändern, doch wir haben jetzt die Zeit, uns vorzubereiten. Wir sind stark in Technik und Strategie, doch leider haben wir die Erzähltradition nicht in Deutschland. Dabei liegen die Geschichten auf der Straße.

Lösen wir die Kreativitätsbremse. Die Voraussetzung sind Strukturen und kreatives Know-how, Insights und Empathie.

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